2. Juli 2018 -
News

Frédéric Favre: «Eine der intensivsten demokratischen Debatten im Wallis»

2. Juli 2018 -
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Frédéric Favre: «Eine der intensivsten demokratischen Debatten im Wallis»

Der Walliser Staatsrat und Vizepräsident des Kandidaturvereins über die Kampagne, die seinen Kanton stark geprägt hat. Interview.

- Nachdem die Enttäuschung über das Ergebnis vom 10. Juni nun etwas verdaut ist, was nehmen Sie von dieser Kampagne mit? Und wie erklären Sie sich, dass das Projekt die Mehrheit der Stimmenden im Wallis nicht überzeugen konnte?

- Ich habe gelernt, dass es mit 54% Gegenstimmen legitim war, nach 21 Jahren die Frage erneut zu stellen (letzte Abstimmung im Wallis: 1997). Die Stimmbeteiligung von über 62% zeigt, dass die Walliserinnen und Walliser sich seit mehreren Monaten intensiv mit dieser Frage beschäftigt haben. Ich denke, dass dieses Projekt vor dem aktuellen Hintergrund zu viele Ungewissheiten enthielt, welche die weniger optimistischen Stimmenden daran gehindert haben, das Projekt zu unterstützen.


- Es scheint schwierig, die Bevölkerung für ein Grossprojekt zu mobilisieren und sie darüber hinaus zu bitten, durch eine Veränderung den richtigen Weg zu weisen. War dieses doppelte Hindernis zu kompliziert?

- Mehrere Grossprojekte haben verschiedene Spuren in der Erinnerung hinterlassen (Winterspiele von Sotschi, Expo.02 usw.). Das verwässert die Energien und den guten Willen, ein solches Ereignis auf die Beine zu stellen. Die aktive Herbeiführung einer Änderung sorgt für noch mehr Unsicherheit. Dadurch ist es noch schwieriger, eine Mehrheit zu finden, um ein solches Abenteuer zu wagen.


- Die Kampagne war zwar manchmal rau, aber es gibt trotzdem positive Punkte, an die man zurückdenken kann, oder? Was hat dieses Projekt gebracht, auch wenn es nicht beendet wurde? Wie kann es dem Wallis von morgen dienen?

Die Kampagne war rau, sehr rau sogar, das stimmt. Aber es war eine der grössten und intensivsten demokratischen Debatten, die der Kanton Wallis jemals geführt hat. Dadurch konnte eines der schönsten Elemente unseres Landes hervorgehoben werden: die Demokratie. Viele Überlegungen sind entstanden, Projektideen oder sogar konkrete Aktionen wie die Gründung eines Vereins zur Förderung junger Sporttalente oder die erste Zusammenarbeit von Walliser Medien im Rahmen einer Umfrage. Soviel zur Analyse. Ich möchte mich nun bei denjenigen Mitarbeitenden und Menschen bedanken, die sich für dieses Projekt eingesetzt haben. Die Herausforderung, eine solche Kandidatur auf die Beine zu stellen, war immens. Die Tatsache, dass sowohl die politischen Entscheidungsträger als auch das IOC die Gewissenhaftigkeit und Präzision begrüssten, zeigt, dass wir eine hervorragende Arbeit geleistet haben.

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