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Nachhaltige Entwicklung und Erbe.

Nachhaltige Entwicklung ist das Kernstück der Bewerbung von Sitten 2026. Das Hauptziel besteht darin, verantwortungsvolle, menschennahe Olympische Spiele im Einklang mit der Natur durchzuführen. Sie sollen authentisch sein und die Lebensqualität und die Schönheit der Austragungsorte bewahren.

Wir wünschen uns Olympische Winterspiele, die die Schweiz und die Berge feiern, unsere Seele und unseren Stolz. Sie sollen in Symbiose mit der Landschaft stattfinden, auf einem Konsens beruhen, vertretbar sein und kontrolliert durchgeführt werden.

Folglich müssen die Winterspiele die Grundsätze der Nachhaltigkeit und die hohen, in diesem Zusammenhang erarbeiteten Standards in allen Organisations- und Durchführungsphasen einhalten. Unerwünschte Folgen, egal ob wirtschaftlich, ökologisch oder sozial, müssen identifiziert, beseitigt oder maximal reduziert und wenn möglich systematisch und strukturiert kompensiert werden.

Zu diesem Zweck wird ein Veranstaltungsmanagement geschaffen, das die Anwendung der Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung gewährleistet.

2014 änderte das IOK das Bewerbungsverfahren im Rahmen seiner neuen Agenda 2020. Die interessierten Bewerberstädte sind aufgefordert, ein Projekt zu präsentieren, das mit ihrem langfristigen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Planungsbedarf einhergeht. Das Erbe, das diese Spiele in der Schweiz hinterlassen, ist folglich ebenso wichtig wie das Ereignis selbst. Durch den katalytischen Effekt der Spiele haben das Gemeinwesen und die Zivilgesellschaft die aussergewöhnliche Möglichkeit, nachhaltige Entwicklungen zu beschleunigen, die der ganzen Schweiz zugutekommen. Die Winterspiele «Sitten 2026» müssen in den betroffenen Regionen nachhaltigen Mehrwert für die Attraktivität und die Lebensqualität schaffen. Im Budget der Spiele wurde ein Betrag von 100 Millionen CHF (Wert 2026) reserviert, um Projekte mitzufinanzieren, die nachhaltige Werte schaffen, um so die Erreichung der Ziele in Verbindung mit einem positiven Erbe zu garantieren.


Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement.

Sitten 2026 ist auf die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs), die Strategie 2030, die Agenda 2020 des IOK und die «Strategie nachhaltige Entwicklung» des Bundes abgestimmt. Ausserdem wendet Sitten 2026 die neun Prinzipien der vom Bundesamt für Sport, Swiss Olympic und den Schweizer Sportverbänden unterstützen Ethik-Charta im Sport an, die die olympischen Werte zusammenfasst und alle Akteure des Sports zu Anständigkeit und Respekt verpflichtet.

Das nachhaltige Veranstaltungsmanagement folgt einem transversalen Ansatz, der auf die gesamte Organisation der Spiele angewendet wird, und wird gemäss den ethischen Grundsätzen Wachsamkeit, Inklusion, Integrität und Transparenz arbeiten. Das Management wird streng kontrolliert und von der Norm ISO 20121 validiert, beim Reporting werden die Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI G4 EOSS) befolgt.

Bisher wurden fünf strategische Programme definiert:


1. Infrastrukturen und Naturstätten.

Der Bestand hat oberste Priorität.

Nur für die Spiele werden keine neuen Anlagen gebaut. Die bestehenden Anlagen können angepasst und verbessert werden, um sie nachhaltiger zu machen: bessere Energieeffizienz, erneuerbare Energiequellen, Reduzierung der Auswirkungen auf die Landschaft. Lösungen, die feste und vorübergehende Strukturen umfassen, werden untersucht. Die geplanten Bauvorhaben (Olympisches Dorf) werden im Rahmen der Wohnungsbauprogramme von den Städten oder Kantonen durchgeführt (Konzept «des zweiten Lebens»).

Schutz der Artenvielfalt.

Der Schutz der Schönheit der natürlichen Landschaften und der Tier- und Pflanzenwelt sind essentielle, gemeinsame Werte, die selbstverständlich auch von Sitten 2026 geteilt werden. Jedes Projekt wird extern evaluiert, um die Umweltauswirkungen zu garantieren. Als letztes Mittel sind Ausgleichsmassnahmen geplant.


2. Nachhaltige Versorgung und nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen

Null Abfall.

Vor, während und nach dem Sportereignis wird eine strenge Politik für den Umgang mit Abfällen umgesetzt: die Reduzierung der Abfälle; die technologische Dematerialisierung; auf nachwachsenden Rohstoffen basierende, wiederverwendete, recycelte oder verwertete Materialien sowie die Weiterverteilung von Lebensmitteln und die Kompostierung von organischen Abfällen sind Teil der geplanten Massnahmen im Rahmen der Kreislaufwirtschaft.


Ethische Grundsätze.

In jeden Schritt des Beschaffungsprozesses werden Umwelt-, Sozial- und Ethikstandards integriert, für alle Einkäufe sowie bei der Wahl der Partner. Strenge Vertragsklauseln, die die Nachhaltigkeit integrieren, werden Teil der massgebenden Auswahlkriterien sein.

Eine eigene Charta für die Gastronomie schreibt die Verwendung von lokalen, zertifizierten, gesunden Lebensmittel in Bio-Qualität vor und verbietet Verschwendung.

Die lokale Dimension steht im Fokus.

Damit die lokale Wirtschaft und die lokale Beschäftigung profitieren, gibt Sitten 2026 kleinen und mittelständischen Unternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen in Verbindung mit den Olympischen und Paralympischen Spielen den Vorzug.

Die zehn universellen Grundsätze des Global Compact der Vereinten Nationen in den Bereichen Menschenrechte, Arbeit, Umwelt und Kampf gegen Korruption werden fester Bestandteil der Verpflichtungen von Sitten 2026 sein.


Wasserwirtschaft.

Die Schweiz und die Alpen sind das Wasserschloss Europas und ihre Beziehung zu Wasser ist in erster Linie von einem umsichtigen Umgang mit dieser kostbaren natürlichen Ressource geprägt. Sitten 2026 verpflichtet sich gewissenhaft zum Schutz und zum nachhaltigen Umgang mit diesem Erbe und führt gleichzeitig Innovationen ein, um Verschwendung zu vermeiden. Bei der Pflege der Grün-, Eis- und Schneeflächen werden weder Pestizide noch Chemikalien toleriert.


3. Intelligente Mobilität

Öffentliche Verkehrsmittel

Verkehrsmittel, mit denen der CO2-Ausstoss reduziert werden kann, haben Vorrang. Die Wettkampfstandorte werden über das Schienennetz (Konzept des « Olympic Ring ») untereinander verbunden und die Verbindungen mit den grössten europäischen Städten werden ebenfalls durch die Bahn sichergestellt.


Zugänglichkeit

Um den Verkehrsfluss zu optimieren und die Auswirkungen des Verkehrs zu reduzieren, werden digitale Anwendungen entwickelt, mit denen ein multimodaler Reiseweg gewährleistet werden kann.

Personen mit eingeschränkter Mobilität wird besondere Aufmerksamkeit zuteil, um die Spiele barrierefrei und für alle zugänglich zu machen.


Langsamverkehr

Der Langsamverkehr wird im Besonderen durch die Benützung von Fussgängerwegen begünstigt.


4. Gleiche Beteiligung und soziale Verantwortung

Grundsätze der Gleichheit und der Inklusion.

Sitten 2026 integriert die Grundsätze Gleichheit, Inklusion und Vielfalt und versucht, ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern zu erreichen. Es geht darum, allen einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen. Volunteers werden eine zentrale Rolle spielen, ihre Bedeutung wird von den Kantonen und vom Bund anerkannt.


Vorteile für die Bevölkerung.

Bildung, Kultur und die durch die Spiele generierte wirtschaftliche Entwicklung werden der gesamten Bevölkerung und der Beschäftigung zugutekommen, gleiches gilt für den Fortschritt in den Bereichen Bewegung und Gesundheit.


Generation.

Sitten 2026 trägt zur Entwicklung einer neuen Führungsgeneration bei, die den jüngeren Generationen die Möglichkeit gibt, sich an der Organisation und der Vorbereitung der Spiele und des Erbes zu beteiligen, nicht nur auf operativer Ebene, sondern auch bei den verantwortungsvolleren Aufgaben.


5. Klima und Energie

Erneuerbare Energie.

Gemäss der Energiestrategie 2050 des Bundes wird die konsumierte Energie prioritär aus lokalen und erneuerbaren Quellen stammen.

Nullemissionsfahrzeugen wird der Vorzug gegeben.


CO2-Bilanz.

Im Rahmen eines ehrgeizigen Vorhabens zur Berechnung der CO2-Bilanz, der Reduzierung des CO2-Ausstosses und der Schaffung von Mehrwert (über eine einfache Kompensierung hinaus), verfolgt Sitten 2026 das Ziel, die CO2-Emissionen zu neutralisieren. Umweltanalysen vor, während und nach den Spielen werden die Kontrolle aller Parameter ermöglichen.

Um die Kohärenz und die Komplementarität zwischen der allgemeinen Vision von Sitten 2026 und den Massnahmen im Bereich der Nachhaltigkeit sicherzustellen, achtet der Exekutivausschuss darauf, dass nachhaltige Entwicklung in die verschiedenen Sektoren der operativen Struktur und die allfällige künftige Organisation der Spiele integriert wird. Zu diesem Zweck wird der Teilbereich Nachhaltigkeit, Erbe und Innovation geschaffen. Für die spezifischen Aspekte in Verbindung mit dem Erbe werden ein Ausschuss und eine Stiftung gegründet.


Erbe

Um dafür zu sorgen, dass die langfristigen Effekte der Spiele auf wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Ebene so nutzbringend wie möglich sind, muss das Erbe unter Berücksichtigung der einschlägigen Akteure und der beteiligten Parteien im Voraus strategisch geplant werden. Im Rahmen von Sitten 2026 wurde im Budget ein spezifischer Betrag von 91 Millionen reserviert, um Programme und Projekte in Verbindung mit dem Erbe mitzufinanzieren, die bereits in der Vorbereitungsphase der Spiele initiiert werden könnten.


Ausschuss für das Erbe der Spiele

Die Umsetzung der Strategie für das Erbe ist sehr komplex. Die Winterspiele müssen erhebliche Fortschritte in den Bereichen Nachhaltigkeit und Innovation sowie nachhaltige Werten im Hinblick auf die Attraktivität und die Lebensqualität der Schweiz generieren. Diese Ziele können nicht durch die Subventionierung von zahlreichen verschiedenen Projekten erreicht werden, sondern nur durch die gezielte Unterstützung von Qualitätsprojekten mit langfristigen Zielen. Im Idealfall ergänzen sich die Projekte aus den drei Förderbereichen und tragen gemeinsam zur Erreichung der Ziele bei.

Wie in der letzten Botschaft des Bundesrats erläutert, sieht das Budget 91 Millionen Franken für die Konkretisierung des Erbes der Olympischen Winterspiele 2026 vor (Wert 2026: 100 Millionen Franken). 51 Millionen Franken werden direkt von der für die Winterspiele zuständigen Organisation finanziert. Die Gelder werden an eine Stiftung überwiesen, die noch gegründet werden muss, um sicherzustellen, dass die verantwortliche Organisation nicht darauf zugreifen kann und die Gelder nicht zu anderen Zwecken verwendet werden können.

Sowohl bei der Finanzierung der zukünftigen Stiftung als auch bei den Mitteln des Bundes handelt es sich um subsidiäre Subventionen, die als Anschubfinanzierung bewilligt werden.

Die Möglichkeit des Erhalts einer Subvention und die verbundenen Rahmenbedingungen werden offiziell mitgeteilt, um die Chancengleichheit und die Gleichbehandlung der potenziellen Bewerber zu garantieren. Bis 2026 sind zwei oder drei öffentliche Ausschreibungen geplant, damit die technischen und sozialen Entwicklungen im Laufe der Jahre berücksichtigt werden können.

Erbe der Dialog- und Bewerbungsphase.

Im Rahmen des Bewerbungsbudgets, das sich auf insgesamt 25 Millionen Franken beläuft, hat der Verein einen Finanzrahmen von 2,1 Millionen Franken für das Erbe der Dialog- und Bewerbungsphase eingeplant. Letzterer muss die Subventionierung der in diesem Stadium lancierten Projekte ermöglichen. So werden noch vor der Vergabe der Spiele nachhaltige Mehrwerte geschaffen. Die Projekte werden grundsätzlich im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung im Januar 2019 eingereicht. Der Vereinsvorstand entscheidet gemäss dem Vorschlag des Ausschusses für das Erbe der Spiele über die Gewährung von Subventionen.


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